NOlympia an Rhein und Ruhr! Erfolgreiche Veranstaltungen im Ruhrgebiet

2. April 2026

NOlympia an Rhein und Ruhr! Erfolgreiche Veranstaltungen im Ruhrgebiet

Foto1

In den vergangenen Tagen fanden in Duisburg, Essen, Dortmund und Gelsenkirchen vier mit insgesamt rund 130 Menschen gut besuchte Veranstaltungen zur geplanten Olympia-Bewerbung Rhein-Ruhr statt. Zahlreiche Interessierte nutzten die Gelegenheit, sich zu informieren und an den lebendigen Diskussionen zu beteiligen.

Zum Auftakt wurde der Film des Pariser Bündnisses „Le revers de la médaille“ gezeigt, der eindrücklich die sozialen Folgen der Olympischen Spiele 2024 in Paris beleuchtet und deutlich macht, was das Bündnis aus 100 verschiedenen Organisationen mit seinen Aktionen bewirken konnte. Im Anschluss berichtete Paul Alauzy, Sprecher des Bündnisses, aus erster Hand über steigende Wohnungsnot, Verdrängung und die Situation marginalisierter Menschen im Zuge der Spiele. In einer offenen Fragerunde ging er ausführlich auf die Fragen des Publikums ein.

Christoph Harting, Olympiasieger im Diskuswurf in Rio de Janeiro 2016 berichtete anschließend aus der Perspektive des Leistungssports über die Wirkung von Olympischen Spielen. Er sprach sich für ein anderes Verfahren für die Bewerbung des DOSB aus, das sich auf eine Stadt beschränkt, machte auf die Missstände im Breiten- wie im Leistungssport aufmerksam und ist gegen Olympia in Berlin oder NRW.

Jörg Detjen von der Initiative NOlympia Colonia benannte konkrete Kritikpunkte an der Olympia-Bewerbung des Landes NRW. Dabei machte er deutlich, dass es sich bei der Olympia-Bewerbung keineswegs um eine „Olympiade der kurzen Wege“ handelt, sondern die Bewerbung bei den Entfernungen noch nicht einmal die Kriterien des DOSB erfüllt. Nach diesen Kriterien sollen die Entfernungen vom Olympischen Dorf zu den Spielstätten nicht mehr als eine Stunde betragen. Das ist zwischen Köln und Dortmund, Gelsenkirchen oder Recklinghausen nicht einzuhalten.

Wolfgang Freye, Fraktionsvorsitzender Die Linke im RVR, hatte vorher schon vorgerechnet, dass die von Ministerpräsident Hendrik Wüst angegebenen Kosten von 4,8 Mrd. Euro ein schlechter Witz sind. In Frankreich betrugen die Kosten offiziell 6,6 Mrd. Euro, tatsächlich waren es nach Paul Alauzy über 13 Mrd. Euro. München rechnet mit mehr als 20 Mrd. Euro.

Die Linke lehnt die Bewerbung von Rhein-Ruhr für Olympia ab. Eine breite öffentliche Debatte ist darüber notwendig, insbesondere im Hinblick auf die anstehenden Ratsbürgerentscheide. Die Linke wirbt aus den genannten Gründen für ein „Nein“. Dafür würde eigentlich auch reichen, dass in der Frage ausdrücklich nach Zustimmung zu einer Olympiade Rhein-Ruhr „2036, 2040 oder 2044“ gefragt wird. Selbst der Bundespräsident, Frank-Walter Steinmeier, hat zu 2036 inzwischen Widerspruch geäußert. Denn das wäre genau 100 Jahre nach der Propaganda-Show der Nazis und kann nur schief gehen.

Antworten Antwort abbrechen

https://nolympia-colonia.de/
Hier den Artikel weiter lesen…

Warum die olympischen Spiele nach Köln gehören

31. March 2026

Warum die olympischen Spiele nach Köln gehören

BB x
Warum die olympischen Spiele nach Köln gehören – Foto: Berthold Bronisz

„Im Jahr 2016 entstand der Satire-Kurzfilm ‚Warum die Olympischen Spiele nach Köln gehören‘ von Hanns-Marcus Müller und Jörg Rühenbeck (Zeitlos- Film).

Die Satire ist wieder hochaktuell. Die beiden Autoren schrieben:

„Stimmt es wirklich, dass Deutschland die geistige Frische nicht mehr hat, um eine erfolgreiche Olympiabewerbung auf die Beine zu stellen?

Nein, sicher nicht, denn es gibt ja noch Köln, das skandalfreie rheinische Wunder der Organisation und der zupackenden Gründlichkeit. So dokumentiert der Film in opulenten Bildern, wie bei der Kölner Olympiabewerbung buchstäblich an alles gedacht worden ist: an den Verkehr und an die Kultur, an die Sportfreundschaft und die Gastfreundschaft, an Politik und Moral und Nachhaltigkeit. Und an Willy Millowitsch natürlich. Und besser als ohne diesen Film lässt sich verstehen, dass Köln auch deshalb ein Wunder ist, weil man sich darüber nur wundern kann.“

Hier klicken, um den Inhalt von www.youtube-nocookie.com anzuzeigen.

„YouTube video player“ direkt öffnen

Mit Ihrem Klick auf das Video stimmen Sie zu, dass Ihre Daten ohne ausreichenden Datenschutz in die USA übertragen werden.

Antworten Antwort abbrechen

https://nolympia-colonia.de/
Hier den Artikel weiter lesen…

Olympia op Kölsch

30. March 2026

Olympia op Kölsch

Brötchen_stadtrevue

In ihrer neuesten Ausgabe setzt sich die Stadtrevue umfassend mit der Olympia-Bewerbung von Köln und NRW auseinander. Ein lesenswerter Artikel von Anne Meyer und Bernd Wilberg, in dem verschiedene Meinungen und Beweggründe dargestellt werden.

Paris, Los Angeles, Brisbane — und dann Köln-Rhein-Ruhr? Gemeinsam mit 16 Städten in NRW will Köln sich auf die Austragung der Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 bewerben — sofern eine Mehrheit beim Ratsbürgerentscheid bis 19. April dafür stimmt. Weiter mit freundlicher Genehmigung der Stadt-Revue unten auf dem Weiterlesen-Link.

Weiterlesen

 

Grüne Jugend Köln super aktiv gegen die Olympia-Bewerbung

27. March 2026

2026_Aufkleber Grüne Jugend Köln

Die Grüne Jugend Köln hat sich aktiv in die Kampagne von NOlympia Köln eingebracht und mehrere Infostände organisiert. Erst kürzlich fand einer davon vor dem Bahnhof Köln-Ehrenfeld statt. Auf ihrer Internetseite:

Es gibt neun Punkte, warum die Grüne Jugend Köln eine Olympia-Bewerbung von Köln ablehnt. Der Text ist nicht nur in Bezug auf den Umweltschutz, sondern auch in Bezug auf soziale Themen lesenswert. Zusammengefasst schreiben sie:

„Wir wollen zuverlässigen Nahverkehr, gute Infrastruktur, Klimaschutz und nachhaltige Investitionen in Jugend und Breitensport. Olympia allerdings ist nicht das Mittel dazu, denn Olympia ist kein Instrument der Wirtschaftsförderung oder des Klimaschutzes, sondern eine Sportgroßveranstaltung des IOC. Wir brauchen Olympia nicht als Grund, um dringende Probleme zu lösen, die wir schon heute effektiver, schneller und kostengünstiger umsetzen könnten.“

Zusätzlich gibt es auch einen Flyer der Grünen Jugend Köln: „Dein NEIN zu Olympia in Köln“.

https://nolympia-colonia.de/
Hier den Artikel weiter lesen…

“Von wegen nachhaltige Spiele in Paris… Rhein-Ruhr sollte sich nicht um Olympia bewerben”

26. März 2026

“Von wegen nachhaltige Spiele in Paris… Rhein-Ruhr sollte sich nicht um Olympia bewerben”

Die Landesregierung NRW bewirbt die mögliche Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Spiele für 2036, 2040 oder 2044 als „nachhaltiges Zukunftsprojekt“. Um eine Anforderung der Bewerbung zu erfüllen, sollen am 19.04.2026 in allen Ausrichterstädten Ratsbürgerentscheide dazu stattfinden.

Angesichts der offenen sozialen, finanziellen und ökologischen Fragen ist klar: Die Linke NRW lehnt die Olympia-Bewerbung ab und will vor den Ratsbürgerentscheiden am 19.04.2026 eine kritische öffentliche Debatte. Genau dafür schaffen wir Raum und laden zu unserer Veranstaltung ein. Kommt vorbei und diskutiert mit, für soziale Gerechtigkeit, klimagerechte Stadtentwicklung und gegen milliardenschwere Prestigeprojekte!

Gesprächspartner*innen:

  • Paul Alauzy – Sprecher des Pariser Aktionsbündnisses „Le revers de la médaille“
  • Christoph Harting – Olympiasieger im Diskuswerfen 2016, Rio de Janeiro
    Simone von Kampen – Geschäftsführerin Politik und Kommunikation BUND NRW e. V. (27.03.2026)
  • Jörg Detjen bzw. Roland Schüler – Sprecher des Bündnisses NOlympia-Colonia

Duisburg: 26.03.2026, 18:30 – 20:30 Uhr

Café Museum, Friedrich-Wilhelm-Straße 64

Essen: 27.03.2026, 18:00 – 20:00 Uhr

Regionalverband Ruhr, Kronprinzenstraße 35 Anmeldung: dielinke@rvr.ruhr / 0201-2069325

Dortmund: 28.03.2026, 14:00 – 16:00 Uhr

Rathaus Saal Westfalia, Friedensplatz 1 Anmeldung: info@flut-do.de

Gelsenkirchen: 29.03.2026, 14:00 – 16:00 Uhr

Werner Goldschmidt Salon, Wildenbruchstraße 15–17 Anmeldung: linksfraktion@gelsenkirchen.de

Eintritt frei!

Zum Flyer.

https://nolympia-colonia.de/
Hier den Artikel weiter lesen…

Kölner Bündnis „Nolympia Köln“ startet Kampagne gegen Olympiabewerbung

Köln – In der alten Feuerwache in Köln hat die Initiative „Nolympia“ am Dienstag ihre Kampagne gegen die Bewerbung der Region Rhein-Ruhr für die Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 vorgestellt. Das Bündnis, bestehend aus Verbänden und Privatpersonen, ruft die rund 800.000 wahlberechtigten Kölnerinnen und Kölner dazu auf, beim aktuell laufenden Ratsbürgerentscheid mit „Nein“ zu stimmen.

Die Abstimmung erfolgt ausschließlich per Briefwahl, die Unterlagen wurden bereits von der Stadt Köln verschickt. Die Stadt selbst unterstützt die Bewerbung mit einer Kampagne, für die Oberbürgermeister Torsten Burmester (SPD) 300.000 Euro bereitgestellt hat. „Wir kämpfen gegen eine Kampagne mit viel besseren Möglichkeiten“, erklärte Miet-Aktivist Kalle Gerigk, der dem Bündnis mit dem Verein „Obdachlose mit Zukunft“ (OMZ) angehört. Das ehemalige Ratsmitglied Jörg Detjen (Die Linke) kritisierte die städtische Finanzierung als „ein starkes Stück“, da sie ohne Haushaltsbeschluss erfolgte.

Das „Nolympia“-Bündnis plant, in den kommenden Wochen auf Kölner Wochenmärkten mit Flyern und Informationsständen präsent zu sein – teilweise an denselben Orten, an denen auch die Stadt Informationsangebote bereitstellt. Gerigk äußerte Befürchtungen, dass durch die Austragung der Spiele Menschen aus dem Stadtkern verdrängt werden könnten, wie es zuletzt bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris geschehen sei. Oberbürgermeister Burmester hatte hingegen mehrfach betont, dass er eine andere Vorgehensweise in Köln anstrebe.

Kritik kommt auch vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Dr. Helmut Röscheisen bemängelte den geplanten Flächenverbrauch für das Olympische Dorf und das Leichtathletikstadion im Kölner Norden, wo bereits mit Kreuzfeld ein neuer Stadtteil geplant ist. Zudem warnte er vor den hohen Kosten, der Belastung des Verkehrsnetzes, einem „drohenden Knebel-Vertrag“ mit dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) sowie der hohen CO₂-Belastung durch die Spiele.

Jochen Stürznickel von „Grannies und Parents for Future Köln“ sieht die Olympiabewerbung als unvereinbar mit den Klimazielen der Stadt. Neben den genannten Organisationen gehören dem „Nolympia“-Bündnis auch die Grüne Jugend Köln, das Bündnis Verkehrswende Köln, die Naturfreunde Köln, das globalisierungskritische Netzwerk Attac sowie die Bürgerinitiative Grüngürtel für alle an.

Die Abstimmung endet am 19. April, wenn die Stimmen ausgezählt werden.

Der Artikel erschien zuerst auf lokalfoto.com.

https://nolympia-colonia.de/
Hier den Artikel weiter lesen…

Kölner Schützenbruderschaft schließt sich der Initiative „NOlympia“ entschieden an und spricht sich klar gegen eine Olympia-Bewerbung der Stadt Köln aus

Keine Olympia-Bewerbung auf dem Rücken des Breitensports

Es ist aus unserer Sicht völlig unakzeptabel, dass die Stadt Köln eine millionenschwere Olympia-Bewerbung vorantreibt, während gleichzeitig Sportstätten in unserer Stadt vernachlässigt oder faktisch zerstört werden und zahlreiche Sportvereine in Existenznöte geraten. Während über neue Stadien, ein Olympisches Dorf und prestigeträchtige Großprojekte fabuliert wird, kämpfen viele Vereine vor Ort mit maroden Anlagen, gestrichenen Zuschüssen und unsicheren Perspektiven. Diese Politik setzt falsche Prioritäten und gefährdet genau den Breitensport, der täglich das Fundament für Gemeinschaft, Integration und Nachwuchsförderung bildet.

Falsche Prioritäten der Stadt Köln

Die geplante Bewerbung Kölns im Verbund mit der Region Rhein-Ruhr für Olympische und Paralympische Spiele 2036, 2040 oder 2044 bindet enorme finanzielle und personelle Ressourcen. Schon jetzt ist absehbar, dass Olympia-Projekte die ohnehin angespannte Haushaltslage verschärfen und an anderer Stelle zu weiteren Kürzungen führen werden, etwa bei Sportanlagen, Jugendarbeit und sozialer Infrastruktur. Es kann nicht sein, dass einerseits Vereine um jede Trainingszeit und jeden Euro Förderung kämpfen müssen, während andererseits für ein zweiwöchiges Spektakel Gelder mobilisiert werden, die in Schulen, Schwimmbädern und bestehenden Sportstätten dringend fehlen.

Solidarität mit NOlympia

Wir stellen uns an die Seite der Initiative NOlympia Colonia, die seit Monaten fundiert auf die Risiken, Kosten und sozialen Verdrängungseffekte einer Olympia-Bewerbung hinweist. NOlympia Colonia macht deutlich, dass Olympische Spiele in Köln zu steigenden Mieten, Verdrängung, weiterer Verschuldung und zum Abbau öffentlicher Leistungen führen können, während der tatsächliche Nutzen für die Bürgerinnen und Bürger höchst fraglich bleibt. Wir rufen unsere Mitglieder, alle Schützenschwestern und -brüder sowie die Sport- und Schützengemeinschaft in Köln dazu auf, sich zu informieren und die Argumente von NOlympia Colonia unter https://nolympiakoeln.de/ zur Grundlage ihrer Entscheidung zu machen.

Aufruf an Politik und Bürgerinnen und Bürger

Die Schützenbruderschaft St. Sebastianus und Afra Köln von 2012 e.V. fordert den Rat der Stadt Köln und die Verantwortlichen in Verwaltung und Landespolitik auf, die Bewerbung für Olympische Spiele zu stoppen und die vorhandenen Mittel in den Erhalt und Ausbau bestehender Sportstätten sowie in die Unterstützung der Vereine vor Ort zu investieren. Statt einer teuren Imagekampagne braucht Köln eine verlässliche, langfristige Sportförderung, die allen Generationen zugutekommt und den Sport in der Fläche stärkt. Wir appellieren an alle Kölnerinnen und Kölner, beim Ratsbürgerentscheid mit „Nein“ zu stimmen und damit ein klares Zeichen gegen Prestigeprojekte und für eine zukunftsfähige, sozial gerechte Stadtentwicklung zu setzen.

Ulrike Meyfarth zum laufenden Olympia-Bewerbungs-Wettlauf

21. March 2026

Ulrike Meyfarth. 1972, München. Sie 16. Ich noch keine 12. Und da war noch der Fosbury-Flop. Aber sie sprang die unglaubliche Höhe von 190 cm. Goldmedaille. Und nochmal 1984 in Los Angeles. Und dazwischen viele deutsche Meisterschaften. Dieser Tage sagt sie im Kölner Stadtanzeiger zu den laufenden Wettbewerbungen für Olympische Spiele in Deutschland von München, Berlin, Hamburg und Köln-Rhein-Ruhr: „Ich priorisiere keine der deutschen Städte. Ich war 2024 in Paris und 2012 auch in London, ein Vergleich der jetzigen Bewerber mit diesen großflächigen Metropolen fällt mir schwer. Man wollte mich schon für die Bewerbung von München vor den üblichen Botschafter-Karren spannen, weil ich für die Menschen dort immer noch ein Gesicht der Spiele von 1972 bin.

Weiterlesen auf fairspielen.de.

https://nolympia-colonia.de/
Hier den Artikel weiter lesen…

So einfach geht abstimmen

20. March 2026

So einfach geht abstimmen

Die Abstimmungsunterlagen werden versandt. Dann einfach NEIN ankreuten und den Stimmzettel in den blauen Briefumschlag. Zukleben. Auf der Wahlbenachrichtigung auf der Rückseite Datum und Unterschrift und diesen zettel mit dem blauen Umschlag in den Roten. Zukleben und dann auf zur Suche nach dem gelben Briefkasten. Hilfreich ist es für die spätere eigene Auswertung, sich die Nummer des Briefwahlbezirks abzuschreiben.

Die tolle Broschüre gibt es nur auf Nachfrage wahlamt@stadt-koeln oder über den QR-Code auf der Wahlbenachrichtigung. Doch die liegt doch schon im roten Briefumschlag. Keine gute Idee vom Wahlamt.

https://nolympia-colonia.de/
Hier den Artikel weiter lesen…

„Eine objektscharfe Kostendarstellung … ist derzeit nicht möglich“ Antwort auf zwei Anfragen von der Ratsfraktion Die Linke im Kölner Rat

18. March 2026

„Eine objektscharfe Kostendarstellung … ist derzeit nicht möglich“ Antwort auf zwei Anfragen von der Ratsfraktion Die Linke im Kölner Rat

Bis zum 4. Juni müssen alle Städte, die sich für die Olympischen Spiele bewerben, den Fragenkatalog des DOSB beantworten. Im Kapitel 6 der Fragenkataloges geht es auch um die Finanzierungskosten. Die Stadt München hatte bereits Ende letzten Jahres ein Gutachten vorgelegt. Sie gehen von 18 bis 21 Mrd. Euro aus. Kosten für die Durchführung und die Investitionen. NRW-Ministerpräsident Wüst geht von 4,8 Mrd. Euro Durchführungskosten aus, ohne das im Detail transparent darzustellen. Über die Investitionskosten schweigt er.

Der DOSB stellt in seinem Fragenkatalog klar:

Die Plausibilisierung der finanziellen Machbarkeit und Umsetzbarkeit der Konzepte stellt einen wichtigen Baustein für die Gesamtevaluierung der Konzepte dar“.

Im Kapitel 6.5 Leitfragen wird vom DOSB ausgeführt:

Die Fragen sind in der zugehörigen Excel-Tabelle 6.5 Leitfragen Kosten und Finanzierung zu beantworten, welche den Gebietskörperschaften auf der digitalen Plattform (SharePoint) zum Download zur Verfügung steht. Die Spalten zu den jeweiligen Fragen sind mithilfe der Legende innerhalb der Excel-Liste nachvollziehbar.“

Man sieht, die Anforderungen des DOSB sind beträchtlich und auch konkret. Auf die zwei Anfragen der Kölner Ratsfraktion Die Linke zu den Investitionen in Köln antwortet die Stadtverwaltung ausweichend und nichtssagend:

Die laufenden Instandhaltungskosten der städtischen bzw. von Betreibern verantworteten Sportstätten fallen grundsätzlich unabhängig von Olympischen und Paralympischen Spielen an und richten sich nach den jeweiligen Betreiber- und Eigentümermodellen sowie den vorhandenen Instandhaltungsprogrammen und

Eine objektscharfe Kostendarstellung unter heutigem Finanzrahmen ist derzeit nicht möglich, da die genauen Anforderungen der Sportarten im jeweiligen Austragungsjahr in dieser Phase noch nicht vorliegen.“ Ds 750/2026 und in der Drucksache 753/2026

Stadt-weite Maßnahmen, die ausschließlich und spezifisch für Olympische und Paralympische Spiele vorgesehen wären, sieht das Konzept derzeit nicht vor; vielmehr wird auf die reguläre Weiterentwicklung des ÖPNV und des Radverkehrs bis zu einem möglichen Austragungsjahr (z. B. 2044) abgestellt.“ (Ds 753/2026)

Das Ganze ist nicht nur ein Trauerspiel, sondern macht die Intransparenz des Bürgerentscheides deutlich. Das Rechnungsprüfungsamt hatte festgestellt:

Der Rat hat mit dem Beschluss vom 3.4.2025 gefordert, dass vor einer Entscheidung transparent darzustellen ist, welche Chancen und Kosten auf die Stadt zukommen könnten.“ (Anlage zu Vorlage 3303/2025)

Das heißt, dass die Verwaltung den Ratsbeschluss nicht umsetzt und sich verweigert.

https://nolympia-colonia.de/
Hier den Artikel weiter lesen…

Start using the free link building tool today by installing the wordpress plugin.