100 Jahre Nazi-Olympia. Nein danke und nie wieder!

1. August 2026

100 Jahre Nazi-Olympia. Nein danke und nie wieder!

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Foto: Emslichter auf Pixabay

Am 1. August jährt sich zum 90. Mal die Eröffnung der Olympischen Spiele von 1936, die von der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) und dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) in Berlin durchgeführt wurden. Olympia 1936 war ein stimmungsmäßiger Höhepunkt der NS-Diktatur und ein propagandistischer Meilenstein auf dem Weg zum folgenden Vernichtungskrieg und Holocaust.

(Berlin, 31. Juli 2026) Ausgerechnet jetzt hat der Senat beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) eine Bewerbung für die Olympischen Spiele von 2036, 40 und 44 eingereicht. Ist die Bewerbung für 2036 erfolgreich, wird das IOC genau 100 Jahre nach den Nazi-Spielen seinen Kampf der Nationen mit Turnschuhen, Säbeln und Sportpistolen im Sinne der Völkerfreundschaft erneut in Berlin präsentieren. Viele Berliner*innen dagegen gruselt der Gedanke, dass 100 Jahre nach 1936 erneut ein IOC-Präsident im Olympiastadion die »Jugend der Welt« begrüßen könnte. Eine Jugend, die damals – als aus scheinbar harmlosen »Spiel« blutiger Ernst wurde – auf den Schlachtfeldern des Zweiten Weltkriegs verheizt wurde.

Das mangelnde Problembewusstsein des Senats bezüglich der Nazi-Spiele und der damit verbundenen Komplizenschaft des IOC verstärkt diese Bedenken. Eine spezielle inhaltliche Auseinandersetzung mit den ideologischen Schnittmengen zwischen Nazis und IOC führt der schwarz/rote Senat nicht. CDU und SPD bewerben sich nunmehr seit Jahrzehnten um Olympische Wettkämpfe. Das Jahr der hundertjährigen Wiederkehr der »Nazi-Spiele« ist da einfach nur der nächste Termin in der Reihe.

Der schwarz/rote Senat ist der historischen Verantwortung des Datums nicht gewachsen. Das Olympia-Bewerbungskonzept beispielsweise geht lediglich mit einem einzigen Wort auf »1936« ein – ohne die damit verbundenen Begriffe wie »Nationalsozialismus«, »Rechtsextremismus«, »Nationalismus«, »Rassismus«, »Antisemitismus«, »Antisozialismus« oder »Antidemokratismus« auch nur anzuschneiden. Mit keinem Wort wird der Beitrag des IOC zum Gelingen der Naziherrschaft eingeordnet. Die ideologischen Schnittmengen zwischen Nationalsozialisten und Olympisten, die die damalige enge und langjährige Zusammenarbeit möglich machte, werden nicht reflektiert. Doch die Nazi-Spiele waren kein olympischer Betriebsunfall: noch nach der »Reichspogromnacht« 1938 plante das IOC, die Winterspiele für 1940 erneut nach Hitlerdeutschland zu vergeben.

Der Sportwissenschaftler Prof. Johannes Verch weist darauf hin, »dass die Bewerbung schon allein vor dem Hintergrund problematisch ist, dass 2036 eine rechtsextreme Partei die Regierungsgeschäfte in Deutschland führen könnte. Das Olympiakonzept des Senats sieht in einem solchen Fall keine Absicherung vor, dass die hundertjährige Wiederkehr der Nazi-Spiele nicht erneut zur rechtsextremen Propagandashow wird.«

Auch das IOC, dessen Gründer Pierre de Coubertin meinte, dass die Berliner Spiele von 1936 der Olympischen Idee ihre Weihe gegeben hätten, lässt eine ausreichende Aufarbeitung seiner Kooperation mit faschistischen und antisemitischen Diktaturen missen. Im IOC-Webshop werden noch heute T-Shirts mit dem Motiv der Hitler-Spiele von 1936 angeboten. Und auch gegenwärtig können sich zweifelhafte Regierungen anscheinend problemlos beim IOC mit Milliardensummen auf Kosten ihrer Bürger*innen propagandistischen Support einkaufen, um ihre Herrschaft zu festigen.

Dazu sagt die Vertrauensperson des NOlympia-Volksbegehrens Dr. Gabriele Hiller: »Angesichts der problematischen Geschichte des IOC in Berlin und seiner propagandistischen Beteiligung am Erfolg der nationalsozialistischen Herrschaft verbietet sich eine erneute Veranstaltung von Olympischen Wettkämpfen in Berlin.«

Aus aktuellem Anlass weist Claudia Engelmann, Unterstützerin des Volksbegehrens »Für Berlin – gegen Olympia« und Sprecherin für feministische Politik, Gleichstellung, Sport der Linksfraktion Berlin darauf hin, dass der Senat auch in anderer HInsicht seiner Verantwortung nicht gerecht wird: »Es gibt beim Senat kein Problembewusstsein für die Situation damaliger Opfergruppen wie der durch das CSD-Attentat in den Fokus gerückten Queers. Zwar sieht der Senat nach eigener Aussage die neuen transdiskriminierenden Regelungen des IOC kritisch. Wie so oft folgen auf ein derartiges Bekenntnis keine Taten. In der Olympiabewerbung tritt der Berliner Senat mit keiner Zeile für die Rechte von trans Personen ein. So ist der Weg frei für Olympische Spiele, die nicht nur zum haushaltspolitischen Fiasko, sondern auch zur Bühne von trans- und intersexuellen Personen diskriminierendem Gedankengut werden.«

Das Bündnis NOlympia wendet sich gegen eine Rückkehr des IOC nach Berlin 100 Jahre nach den Nazi-Spielen. Laut wissenschaftlichen Studien ist die einzige nachhaltige Wirkung Olympischer Wettkämpfe eine Steigerung nationaler Gefühle. Eine weltoffene Metropole wie Berlin sollte dagegen vorrangig Veranstaltungen finanzieren, die nationale Ressentiments vermeiden und den produktiven und vorurteilsfreien Austausch ihrer Bewohner*innen fördern.

Aus diesem und zahlreichen anderen Gründen haben wir das Volksbegehren »Für Berlin – gegen Olympia. Wir sagen Nein zu einer Bewerbung um Olympische Spiele in den Jahren 2036, 2040 und 2044!«  gestartet, mit dem die Berliner*innen gegen die Olympiabewerbung des Senats stimmen können.

Pressemeldung Nolympia Berlin

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Kölner Queer March – Köln zeigt Solidarität. Köln zeigt Haltung.

Am Sonntag, den 09.08., schließen sich die queeren Organisationen und Vereine der Stadt Köln mit ihren Allys aus der Zivilgesellschaft zusammen und rufen nach dem hinterhältigen islamistischen und queerfeindlichen Anschlag auf den CSD in Berlin zu einem queeren Demozug durch die Kölner Innenstadt auf.

Der Berliner CSD, der auf grausamste Art und Weise beendet wurde – durch einen Anschlag auf die queere Community – stand unter dem Motto „Haltung ist hot“. Haltung bleibt hot, Haltung ist jetzt aber vor allem eins: notwendiger denn je! Deshalb wollen wir am 09.08. mit einer breiten Mobilisierung verschiedener Vereine, Organisationen und Gruppierungen einmal mehr Haltung zeigen: Wer die Freiheit der queeren Community, die Freiheit dieser Gesellschaft anfechten und einschränken will, legt sich mit den Falschen an! Klar ist auch: Wir lassen uns auch nicht von Rechtsextremist:innen instrumentalisieren – vor allem nicht im Hass gegen Menschen muslimischen Glaubens! Wir lassen uns von Queerfeindlichkeit nicht kleinkriegen – egal, aus welcher Ecke sie kommt.
We‘re still standing!

Aber es braucht auch ein allgemeines Engagement von Staat und Gesellschaft in dieser Zeit. Worte der Solidarität allein reichen nicht aus. Wir fordern von Bund, Ländern und Kommunen Maßnahmen, dass queere Strukturen und queeres Leben nachhaltig geschützt und gestärkt werden, um der wachsenden Queerfeindlichkeit in unserer Gesellschaft begegnen zu können.

Die queere Community Kölns ruft daher Lesben, Schwule, Bi, Trans*, Inter, Queers und Allys in ganz Nordrhein-Westfalen zum Queer March durch die Stadt auf, die seit jeher für Vielfalt, Akzeptanz und Weltoffenheit steht:

Datum: Sonntag, 9. August
Start: Deutzer Werft, 14 Uhr
Ende: Friesenplatz

Das Olympia-Wohnraum-Desaster: Olympisches Dorf in Kreuzfeld wird Spekulationsobjekt in privater Hand

30. July 2026

Pressekonferenz Nolympiacolonia
Pressekonferenz in der alten Feuerwache. – Foto: Berthold Bronisz

Anfang Juni übergab die Landesregierung NRW das KölnRheinRuhr-Konzept für Olympia dem DOSB. Mitte Juli wurde es dann veröffentlicht. Was NOlympia Colonia schon vermutet hatte, ist eingetroffen. Mit dem ursprünglichen Stadtentwicklungskonzept für Kreuzfeld hat das nicht mehr viel zu tun. Der Zeitrahmen hat sich völlig verschoben. Bisher sollte Baubeginn 2028 sein. Erste Wohneinheiten (WE) 2030. Fertigstellung von 3.650 WE 2036. D.h. spätestens 2036 hätten hier 10.000 Kölner*innen Wohnraum. Seit 2024/25 ist mit dieser Planung Schluss.

2029 will das IOC die Spiele für 2036 vergeben. Da hat Deutschland keine Chance. Frühestens für 2040. Diese Entscheidung wird vermutlich erst 2034 getroffen. Erst dann könnte mit Kreuzfeld begonnen werden. Bekommt NRW den Zuschlag nicht, wäre das ein Wohnraum-Desaster erster Güte.

Das vorliegende Konzept sprengt den bisherigen Rahmen. Die gesamte Fläche gehört der Stadt Köln. Somit auch die Planung. Kreuzfeld sollte mit sozialen Wohnungsbauunternehmen entwickelt werden. Jetzt heißt es:

Die geplante Umnutzung des Stadions in Wohn- und Verkaufsflächen ermöglicht bahnbrechende Finanzierungsansätze, die weit über herkömmliche Sportfördermodelle hinausgehen. Durch frühzeitige Einbindung privater und institutioneller Investoren*innen … kann die Investitionslast für den Hochbau konsequent auf private Partner*innen übertragen werden.“

Vermutlich ist das auch ein Zückerchen für das IOC, das dieses Geschäft dann an sich ziehen kann. Ob der Rat der Stadt Köln diesen Verkauf von Kreuzfeld mitgeht?

Dem Konzept kann man auch entnehmen, dass der Umbau von Kreuzfeld nach den Spielen 204x kurzfristig gar nicht möglich ist Stichwort „hocheffizierte(n) Strategie der Umnutzung“. D.h. ab 2050 wäre Kreuzfeld dann komplett in privater Hand ohne sozialen Wohnraum.

Jörg Detjen, Roland Schüler

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Unsere Freiheit ist nicht verhandelbar

Der furchtbare Anschlag im Berliner Tiergarten hat Menschen getroffen, die am Rande des Christopher Street Days friedlich und fröhlich zusammenkamen. Eine Frau wurde getötet, 29 Menschen wurden verletzt, einige von ihnen schwer. Nach dem aktuellen Ermittlungsstand geht Bundesinnenminister Alexander Dobrindt von einem islamistischen Anschlag aus; der Generalbundesanwalt hat die Ermittlungen übernommen. Ob sich die Tat ausdrücklich gegen den CSD richtete und ob es weitere Beteiligte oder Mitwissende gab, ist noch nicht abschließend geklärt.

Meine Gedanken sind bei der getöteten Frau, den Verletzten und ihren Angehörigen. Ihnen gilt mein tiefes Mitgefühl. Zugleich denke ich an alle Menschen, die an diesem Abend Angst um ihr Leben hatten, und an die queere Community, die erneut erfahren musste, dass ihre Sichtbarkeit von Fanatikern als Provokation begriffen wird.

Wir dürfen jetzt nicht vorschnell über Netzwerke, Hintermänner oder weitere Tatbeteiligte spekulieren. Aber ebenso falsch wäre es, den Anschlag als isolierte Handlung ohne gesellschaftlichen und ideologischen Kontext abzutun. Menschenfeindlicher Terror entsteht nicht im luftleeren Raum. Ihm gehen Radikalisierung, die Abwertung anderer Menschen, die Verachtung von Freiheit und die Vorstellung voraus, die eigene Ideologie stehe über der Menschenwürde.

Der Bundespräsident hat den Kern getroffen, als er sagte: „Diese Tat ist ein Angriff auf unsere offene Gesellschaft, auf unsere Art zu leben und zusammenzuleben.“

Ja, genau das ist sie.

Der CSD ist laut, bunt und sichtbar. Das ist kein oberflächliches Spektakel, sondern gelebte Freiheit. Er steht für das Recht jedes Menschen, ohne Angst verschieden sein zu dürfen. Er steht für Selbstbestimmung, Gleichberechtigung und den Anspruch, im öffentlichen Raum nicht nur geduldet zu werden, sondern selbstverständlich dazuzugehören.

Wer Menschen im Umfeld eines CSD angreift, greift deshalb mehr an als eine Veranstaltung. Angegriffen wird eine Gesellschaft, in der Frauen selbstbestimmt leben, queere Menschen offen lieben, Journalistinnen und Journalisten frei berichten, jüdische Menschen sichtbar ihren Glauben leben und Menschen unterschiedlicher Herkunft gleichberechtigt zusammengehören können.

Diesmal weist der Ermittlungsstand auf eine islamistische Tat hin. Das muss klar benannt werden. Islamistischer Extremismus ist eine reale und gewaltbereite Bedrohung. Wer aus falsch verstandener Rücksichtnahme islamistische Queerfeindlichkeit, Frauenfeindlichkeit oder antisemitischen Hass relativiert, schützt keine Minderheit. Er lässt diejenigen im Stich, die von dieser Ideologie bedroht werden – darunter auch viele Musliminnen und Muslime.

Doch die islamistische Ideologie besitzt kein Monopol auf den Hass gegen eine offene, vielfältige und demokratische Gesellschaft. Rechtsextremisten und Islamisten vertreten unterschiedliche Ideologien mit unterschiedlichen historischen Wurzeln. Wir dürfen diese Unterschiede nicht verwischen. Aber in einem entscheidenden Punkt treffen sich ihre Weltbilder: Beide verachten den gesellschaftlichen Pluralismus. Beide erklären bestimmte Lebensweisen, Religionen oder Bevölkerungsgruppen zum Feind. Beide wollen Menschen vorschreiben, wie sie zu leben, zu lieben, zu glauben und zu denken haben.

Die vergangenen Jahre und Jahrzehnte bilden eine verstörende, bittere Reihe. Die Anschläge auf die Redaktion von Charlie Hebdo im Januar 2015, die islamistischen Terroranschläge von Paris im November desselben Jahres und der Anschlag von Nizza am 14. Juli 2016 richteten sich gegen Pressefreiheit, öffentliches Leben und eine freiheitliche Gesellschaft. In Nizza wurden 86 Menschen getötet; erst vor wenigen Tagen jährte sich die Tat zum zehnten Mal.

Der rechtsextreme und antisemitische Attentäter von Halle wollte 2019 am höchsten jüdischen Feiertag ein Massaker in einer Synagoge anrichten. Im Februar 2020 wurden in Hanau neun Menschen aus rassistischen Motiven ermordet. Diese Taten entstanden aus anderen ideologischen Milieus als die Anschläge von Paris oder Nizza. Gemeinsam ist ihnen jedoch die Vorstellung, andere Menschen seien aufgrund ihrer Religion, Herkunft, Überzeugung oder Lebensweise weniger wert.

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Wieder Einbruch in die „Villa Afra“ in Köln-Poll – Stadt Köln lässt öffentliches Eigentum verkommen

St. Sebastianus & Afra Schützenbruderschaft fordert sofortiges Handeln des Sportamtes

Köln-Poll. Erneut ist in das ehemalige Schützenhaus der St. Sebastianus & Afra Schützenbruderschaft Köln e.V., die sogenannte „VILLA Afra“ in Köln-Poll, eingebrochen worden. Der Vorfall ist nach Auffassung der Bruderschaft die vorhersehbare Folge eines jahrelangen Versagens der Stadt Köln im Umgang mit der früher gepflegten Sport- und Vereinsanlage.

Seitdem das Gebäude und das Gelände nicht mehr durch einen verantwortlichen Verein betreut werden, schreitet der Verfall sichtbar voran. Unkraut wuchert, Müll sammelt sich auf dem Gelände, unbefugte Personen verschaffen sich Zutritt und nutzen das Gebäude teilweise als Schlafstätte. Gleichzeitig halten sich dort immer wieder Kinder und Jugendliche auf – in einem offensichtlich ungesicherten Bereich, in dem Gefahren durch Gebäudeschäden, Scherben, Müll oder weitere Einbrüche nicht ausgeschlossen werden können.

Die Nachbarschaft ist zunehmend genervt und besorgt. Trotzdem scheint bei der Stadtverwaltung und insbesondere beim zuständigen Sportamt weiterhin kein ausreichendes Bewusstsein für die Sicherheitsrisiken, den fortschreitenden Substanzverlust und die Belastung des Umfeldes vorhanden zu sein.

„Es ist schlicht unerträglich, mit welcher Gleichgültigkeit die Stadt Köln den Verfall dieser Anlage hinnimmt. Die VILLA Afra war über viele Jahre ein gepflegter und lebendiger Ort des Sports, des Vereinslebens und der Gemeinschaft. Heute entwickelt sich das Gelände unter den Augen der Verwaltung immer weiter zu einem Lost Place“, erklärt der Vorstand der St. Sebastianus & Afra Schützenbruderschaft Köln e.V.

Die Stadt Köln kann sich nicht länger darauf zurückziehen, den Zustand lediglich zu beobachten. Wer ein Gebäude leer stehen lässt, es nicht ausreichend sichert, keine tragfähige Nutzung ermöglicht und auf wiederholte Vorfälle nicht konsequent reagiert, nimmt weitere Schäden sehenden Auges in Kauf.

Die Bruderschaft fordert deshalb klare Antworten:

Wann wird das Gebäude endlich ausreichend gesichert?

Welche konkrete Risikobewertung hat die Stadt Köln für das Gelände vorgenommen?

Wie will die Verwaltung verhindern, dass sich dort Kinder und Jugendliche in Gefahr bringen?

Wer übernimmt die Verantwortung für weitere Einbrüche, Vandalismusschäden und den fortschreitenden Wertverlust?

Wann wird die Anlage wieder einem Verein oder einer geeigneten gemeinnützigen Organisation überlassen, die das Gebäude betreuen, pflegen und dauerhaft erhalten kann?

„Es drängt sich der Eindruck auf, dass öffentliches Eigentum hier nicht geschützt, sondern durch Untätigkeit systematisch dem Verfall preisgegeben wird. Die Stadt muss erklären, warum sie eine ehemals funktionierende und gepflegte Vereinsanlage verkommen lässt, anstatt eine sinnvolle Nachnutzung zu ermöglichen“, so die Bruderschaft weiter.

Die St. Sebastianus & Afra Schützenbruderschaft Köln e.V. fordert das Sportamt und die zuständigen Stellen der Stadt Köln auf, unverzüglich zu handeln. Erforderlich sind eine sofortige Sicherung des Geländes, eine transparente Bewertung der Risiken, die Beseitigung von Müll und Bewuchs sowie ein verbindliches Konzept für die künftige Nutzung.

Weitere Beschwichtigungen, Zuständigkeitsdebatten und Verzögerungen sind nicht mehr akzeptabel. Die VILLA Afra braucht endlich wieder Verantwortung, Pflege und eine Perspektive – bevor von dem Gebäude und seiner früheren Bedeutung für das Vereinsleben nichts mehr übrig ist.

Stadt Köln scheitert erneut vor Gericht – Sportamt kostet Steuerzahler weiteres unnötiges Geld

Die Stadt Köln ist mit einer weiteren Klage gegen die Schützenbruderschaft St. Sebastianus & Afra Köln 2012 e.V. vor dem Amtsgericht Köln gescheitert. Mit Urteil im Verfahren 208 C 62/26 wurde die Klage der Stadt abgewiesen. Zugleich stellte das Gericht klar: Die Klägerin, also die Stadt Köln, trägt die Kosten des Rechtsstreits.

Nach Auffassung der Schützenbruderschaft zeigt dieses Urteil erneut, wie verantwortungslos das Sportamt der Stadt Köln mit öffentlichen Mitteln umgeht. Statt mit Augenmaß, Sachverstand und Verhandlungsbereitschaft zu handeln, wurde erneut ein Gerichtsverfahren geführt, das am Ende zulasten der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler geht.

Die Stadt Köln hatte von der Schützenbruderschaft Zahlungen in Höhe von 2.450 Euro nebst Zinsen verlangt. Das Amtsgericht Köln wies die Klage jedoch als unbegründet ab. Nach den Entscheidungsgründen fehlte unter anderem der Nachweis, dass der Verein überhaupt entsprechende Zahlungen erhalten hatte. Auch weitere Anspruchsgrundlagen griffen nach Auffassung des Gerichts nicht durch.

„Dieses Urteil ist ein weiterer Beleg dafür, dass das Sportamt der Stadt Köln in dieser Angelegenheit nicht lösungsorientiert, sondern kostentreibend handelt“, erklärt Dirk Bachhausen. „Die Leidtragenden sind am Ende die Kölner Steuerzahlerinnen und Steuerzahler. Sie müssen für vermeidbare Verfahren, anwaltliche Vertretung und Gerichtskosten aufkommen.“

Besonders bitter ist aus Sicht der Schützenbruderschaft der Umgang der Stadt mit der historischen Schießstätte. Das Sportamt wollte die Anlage unbedingt übernehmen. Doch seitdem ist nach Darstellung der Schützenbruderschaft genau das eingetreten, wovor frühzeitig gewarnt wurde: Die historische Schießstätte verfällt, das Gelände wirkt zunehmend wie ein verwahrloster Lost Place und wird offenbar als Müllabladeplatz missbraucht. Hinzu kommt, dass das Areal nach Darstellung der Schützenbruderschaft frei zugänglich ist und damit faktisch jeder ungehindert das Gelände betreten kann.

„Wer eine solche Anlage übernimmt, übernimmt auch Verantwortung“, so Dirk Bachhausen weiter. „Statt Verantwortung zu übernehmen, lässt die Stadt nach unserer Wahrnehmung eine historische Sportstätte verkommen. Gleichzeitig werden weitere juristische Auseinandersetzungen geführt, die vermeidbar gewesen wären.“

Die Schützenbruderschaft fordert die Stadt Köln und insbesondere das Sportamt auf, die gerichtliche Niederlage zum Anlass für eine ehrliche Aufarbeitung zu nehmen. Es muss geklärt werden, warum erneut öffentliche Mittel für ein erfolgloses Verfahren eingesetzt wurden, welche Kosten dadurch entstanden sind und wer politisch sowie verwaltungsintern die Verantwortung dafür trägt.

Ebenso fordert die Schützenbruderschaft, dass der Zustand der historischen Schießstätte umgehend geprüft, das Gelände gesichert, Müllablagerungen beseitigt und der weitere Verfall verhindert wird.

„Die Stadt Köln muss endlich aufhören, Verantwortung wegzuschieben. Es geht hier nicht nur um einen verlorenen Prozess. Es geht um den Umgang mit öffentlichem Eigentum, mit historischer Substanz und mit dem Geld der Bürgerinnen und Bürger.“

Hamburgs Nein zu Olympia: Ein Sieg für die Kritiker der Mega-Events

4. Juni 2026

Hamburgs Nein zu Olympia: Ein Sieg für die Kritiker der Mega-Events

Hamburg hat erneut gegen Olympia gestimmt. Wie schon 2015 lehnten die Bürgerinnen und Bürger der Hansestadt in einem Referendum eine Bewerbung für Olympische und Paralympische Spiele ab. Das Ergebnis ist mehr als eine kommunalpolitische Entscheidung – es ist ein Signal weit über Hamburg hinaus und ein Erfolg für jene Bewegungen, die internationale Sportgroßveranstaltungen zunehmend kritisch hinterfragen.

Bereits beim Referendum über die Bewerbung für die Sommerspiele 2024 hatten sich die Hamburger mit 51,6 Prozent gegen Olympia ausgesprochen. Die Niederlage der Befürworter galt damals als Schock für Politik, Wirtschaft und den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB). Zehn Jahre später wiederholt sich die Geschichte. Trotz breiter Unterstützung durch den rot-grünen Senat, Wirtschaftsverbände und große Teile des organisierten Sports verweigerten die Wähler erneut ihre Zustimmung.

In einer Pressemitteilung äußert sich Heike Sudmann, Co-Fraktionsvorsitzende der Linken in der Hamburgischen Bürgerschaft: „Was für eine gute Entscheidung für die ganze Stadt! Die Hamburger*innen haben sich vom Senat und seiner kolossalen Olympia-Materialschlacht nicht blenden lassen. SPD, Grüne, CDU und Wirtschaft haben zig Millionen verpulvert und haben Kritiker*innen des Olympia- Konzepts als ‚schlecht gelaunt‘ und kleingeistig diffamiert.“

Die Gründe für die Ablehnung ähneln jenen von 2015. Viele Kritiker verweisen auf unkalkulierbare Kosten, steigende Mieten, Belastungen für die städtische Infrastruktur und die Gefahr, dass öffentliche Gelder in Prestigeprojekte statt in dringend benötigte soziale und ökologische Vorhaben fließen. Hinzu kommt ein grundlegendes Misstrauen gegenüber dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC), dessen Vergabepraxis und wirtschaftliche Strukturen seit Jahren Gegenstand öffentlicher Kritik sind.

Besonders bemerkenswert ist dabei die Beharrlichkeit der Olympiagegner. Die Initiative „NOlympia“ und verschiedene Umweltverbände argumentieren seit Jahren, dass die Versprechen von Wachstum, Modernisierung und internationaler Aufmerksamkeit die tatsächlichen Risiken nicht aufwiegen. Sie sehen sich durch das Abstimmungsergebnis bestätigt. Aus ihrer Sicht haben die Hamburgerinnen und Hamburger erneut deutlich gemacht, dass demokratische Mitbestimmung schwerer wiegt als die Aussicht auf ein globales Sportereignis.

„Heute Abend steht die Linke als einzige demokratische Partei an der Seite der Mehrheit der Hamburger*innen. Jetzt erst recht: Wir wollen, dass Hamburg ganz groß rauskommt – beim Sozialen, bei den Schulen, vor allem auch bei der Inklusion – die ist doch keine Nebenwirkung Olympischer Spiele, die ist ein Menschenrecht!“, so Martin Wolter, sportpolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke in der Hamburgischen Bürgerschaft.

Die Debatte hat sich seit 2015 verändert. Damals standen vor allem finanzielle Risiken im Vordergrund. Heute spielen auch ökologische und soziale Fragen eine größere Rolle. Angesichts der Klimakrise erscheint vielen Bürgern die Ausrichtung eines Milliarden-Events mit hohem Ressourcenverbrauch zunehmend aus der Zeit gefallen. Selbst moderne Konzepte, die auf bestehende Sportstätten und nachhaltige Infrastruktur setzen, konnten diese Skepsis offenbar nicht ausräumen.

Auch in sozialen Medien und Online-Diskussionen zeigt sich ein wiederkehrendes Muster. Gegner verweisen auf Erfahrungen früherer Gastgeberstädte, deren Kosten die ursprünglichen Planungen oft deutlich überstiegen. Kritisiert wird zudem, dass Gewinne und Vermarktungsrechte in erheblichem Umfang beim IOC verbleiben, während finanzielle Risiken überwiegend von den Austragungsorten getragen werden. Viele Bürger sehen darin ein unausgewogenes Verhältnis zwischen öffentlichem Risiko und privatem Nutzen.

Für die Olympiagegner ist das Hamburger Votum deshalb mehr als ein lokaler Erfolg. Es bestätigt einen internationalen Trend: Immer häufiger geraten olympische Bewerbungen unter Legitimationsdruck. Zahlreiche Städte haben sich in den vergangenen Jahren nach Bürgerentscheiden oder massiven Protesten aus Bewerbungsverfahren zurückgezogen. Die Bereitschaft, milliardenschwere Großprojekte allein mit dem Versprechen von Prestige und wirtschaftlichen Impulsen zu rechtfertigen, scheint abzunehmen.

Politisch stellt das Ergebnis zugleich eine Niederlage für die Befürworter dar. Schon 2015 mussten Bürgermeister Olaf Scholz und der DOSB das Scheitern der Bewerbung eingestehen. Nun trifft die Ablehnung erneut eine breite Allianz aus Politik, Wirtschaft und Sportverbänden. Für die Gegner ist dies der Beleg, dass öffentliche Zustimmung nicht durch Werbekampagnen ersetzt werden kann.

Das Hamburger Nein ist damit nicht nur eine Entscheidung gegen eine Olympiabewerbung. Es ist eine Entscheidung für ein anderes Verständnis von Stadtentwicklung, Bürgerbeteiligung und öffentlicher Prioritätensetzung. Die Botschaft der Abstimmung lautet: Große Visionen benötigen gesellschaftliche Akzeptanz. Fehlt diese, bleibt selbst das größte Sportereignis der Welt außen vor.

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NOlympia Colonia gratuliert Hamburg zu dieser weisen Entscheidung.

1. Juni 2026

NOlympia Colonia gratuliert Hamburg zu dieser weisen Entscheidung.

Hamburg nach Stadtteile
Hamburg nach Stadtteilen

Bei einer sehr hohen Wahlbeteiligung von 49,6 % (in München lag sie bei 42 %, in NRW bei 32,7 %) stimmten 357.911 Personen gegen eine Olympiabewerbung, während 293.819 Personen dafür stimmten. Die Olympiakritiker haben sehr gut mobilisiert, wenn man bedenkt, dass der Hamburger Senat und die Hamburger Wirtschaft 18 Millionen Euro für die Werbung ausgegeben haben, während die Gegner nur über einen kleinen Etat verfügten.

Der Erste Bürgermeister der Stadt Hamburg, Dr. Peter Tschentscher, ist tieftraurig. Der Kölner Oberbürgermeister – ebenfalls SPD – hat dagegen jetzt einen Konkurrenten weniger. Dazu kommt, dass die Chancen von Berlin beim DOSB sehr gering sind. Ein Bürgerentscheid würde erst nach einer Entscheidung für Berlin stattfinden und könnte eine deutsche Bewerbung insgesamt zunichtemachen. Es läuft also auf München oder Köln-Rhein-Ruhr hinaus.

Oberbürgermeister Burmester hatte nach dem NRW-Ergebnis am 20. April im Deutschlandfunk öffentlich Gespräche mit den Kölner Olympia-Kritikern angekündigt. Dies hat er jedoch mit Nolympia Colonia nicht gemacht. Wollte der Oberbürgermeister nicht im Team spielen, und alle Kölner und Kölnerinnen mitnehmen? Stattdessen macht er ein Solo. Ob er damit gewinnt?

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„Olympische Spiele können die Immobilienpreise und Mieten in Gastgeberstädten erhöhen“

31. Mai 2026

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Der Bundestag hat auch einen wissenschaftlichen Dienst. – Foto: h kama auf Pixabay

Die Bundestagsfraktion Die Linke hat den Wissenschaftlichen Dienst des Deutschen Bundestags um ein Gutachten zum Zusammenhang zwischen Olympischen Spielen und Mietsteigerungen gebeten. Dieses Gutachten wurde kürzlich veröffentlicht und fasst Fakten der Olympischen Spiele zusammen.  Es trägt das Aktenzeichen: WD 5 – 3000 – 036/26 mit dem Titel „Auswirkungen der Olympischen Spiele auf den Wohnungs- und Immobilienmarkt in den Austragungsorten seit 1972“.

Das Gutachten kann hier heruntergeladen werden.

Hier ist die Zusammenfassung des Gutachtens durch den Wissenschaftlichen Dienst:

„Olympische Spiele können die Immobilienpreise und Mieten in Gastgeberstädten erhöhen, insbesondere wenn Investitionen in Infrastruktur und Stadtentwicklung die Attraktivität einzelner Viertel steigern. Diese Effekte sind jedoch nicht einheitlich, sondern variieren stark zwischen Städten und sogar innerhalb einzelner Stadtteile, wie z.B. in London.

Entscheidend ist aber, dass es keinen zwingenden Zusammenhang zwischen Olympischen Spielen und steigenden Immobilien- oder Mietpreisen gibt. Beispiele wie Atlanta oder Los Angeles zeigen, dass Preise auch stabil bleiben oder sogar günstiger werden können. Die tatsächlichen Auswirkungen hängen insbesondere von Faktoren wie Stadtplanung, Nachnutzung der Anlagen, allgemeinen Markttrends sowie politischen Steuerungsmaßnahmen (z. B. sozialer Wohnungsbau) ab.

Grundsätzlich wirken Olympische Spiele häufig als Katalysator für Stadtentwicklung, indem sie bestehende Projekte beschleunigen und zusätzliche Investitionen anstoßen. Ohne geeignete Maßnahmen besteht jedoch ein erhöhtes Risiko von Gentrifizierung und Verdrängung einkommensschwächerer Haushalte.

Auch die langfristigen Effekte fallen unterschiedlich aus. Die Nachnutzung olympischer Infrastruktur, insbesondere von Wohnanlagen, kann den Wohnungsmarkt entlasten, was allerdings oft erst verzögert eintritt. Kurz- bis mittelfristig kann der Bau olympischer Anlagen jedoch auch Flächen binden und bestehende Wohnungsengpässe somit verschärfen.

Somit hängen die Auswirkungen der Olympischen Spiele stark von lokalen Rahmenbedingungen, politischen Entscheidungen und der konkreten Umsetzung ab.“

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Termin: Das Spiel der „starken“ Männer – Wie die Fußball-WM den Nationalismus stärkt

18. Mai 2026

Fußballspiel zugunsten ukrainischer Geflüchteter
Foto: Bronisz

Im Sommer 2026 findet die Fußball-WM in den USA, Mexiko und Kanada statt. Mittendrin, am 4. Juli 2026, feiern die USA den 250. Jahrestag ihrer Unabhängigkeit. Schon länger nutzt Donald Trump den Sport für seine America-First-Politik: im Kampfsport, American Football oder Golf. Seine Allianz mit Fifa-Präsident Gianni Infantino verstärkt eine bittere globale Entwicklung vom Kern und den Werten des Fußballs weg.

Seit Jahren nutzen Staatschefs den Fußball für Nationalismus. Der serbische Präsident Vučić setzt bei Demonstrationen auf die Unterstützung von Hooligans. Der türkische Präsident Erdoğan lässt Stadien in Regionen errichten, in denen seine Partei beliebt ist. Und Saudi-Arabien treibt mit der Austragung der WM 2034 die Transformation voran.

Der Autor und Journalist Ronny Blaschke gibt einen Impuls und wir reden drüber: Wie der Fußball Nationalismen verstärkt – und was man dieser Entwicklung entgegen setzen kann.

Ronny Blaschke, geboren 1981, ist als Buchautor und Journalist auf politische Themen im Sport spezialisiert. Für seine Arbeit wurde er mehrfach ausgezeichnet. Zuletzt ist von ihm das Buch «Spielfeld der Herrenmenschen: Kolonialismus und Rassismus im Fußball» (Verlag Die Werkstatt 2024) erschienen.

Anmeldung: veranstaltung@fan-ini.de

VeranstaltungsortHier ist nicht da – HIND
Bochumer Straße 138
45886 Gelsenkirchen
Zeit05.06.2026, 19:04 – 20:30 Uhr

Termine:

  1. Mai: Düsseldorf, BiBaBuze, 19.30 Uhr
    3. Juni: Wuppertal, Die Börse, 18 Uhr
  2. 5. Juni: Gelsenkirchen, HIND im KreativQuartier, 19 Uhr

Die Veranstaltung in Gelsenkirchen wird organisiert von der Rosa Luxemburg Stiftung NRW und der Schalker Fan-Initiative e.V.mit Fairness United

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