30. July 2026

Anfang Juni übergab die Landesregierung NRW das KölnRheinRuhr-Konzept für Olympia dem DOSB. Mitte Juli wurde es dann veröffentlicht. Was NOlympia Colonia schon vermutet hatte, ist eingetroffen. Mit dem ursprünglichen Stadtentwicklungskonzept für Kreuzfeld hat das nicht mehr viel zu tun. Der Zeitrahmen hat sich völlig verschoben. Bisher sollte Baubeginn 2028 sein. Erste Wohneinheiten (WE) 2030. Fertigstellung von 3.650 WE 2036. D.h. spätestens 2036 hätten hier 10.000 Kölner*innen Wohnraum. Seit 2024/25 ist mit dieser Planung Schluss.
2029 will das IOC die Spiele für 2036 vergeben. Da hat Deutschland keine Chance. Frühestens für 2040. Diese Entscheidung wird vermutlich erst 2034 getroffen. Erst dann könnte mit Kreuzfeld begonnen werden. Bekommt NRW den Zuschlag nicht, wäre das ein Wohnraum-Desaster erster Güte.
Das vorliegende Konzept sprengt den bisherigen Rahmen. Die gesamte Fläche gehört der Stadt Köln. Somit auch die Planung. Kreuzfeld sollte mit sozialen Wohnungsbauunternehmen entwickelt werden. Jetzt heißt es:
„Die geplante Umnutzung des Stadions in Wohn- und Verkaufsflächen ermöglicht bahnbrechende Finanzierungsansätze, die weit über herkömmliche Sportfördermodelle hinausgehen. Durch frühzeitige Einbindung privater und institutioneller Investoren*innen … kann die Investitionslast für den Hochbau konsequent auf private Partner*innen übertragen werden.“
Vermutlich ist das auch ein Zückerchen für das IOC, das dieses Geschäft dann an sich ziehen kann. Ob der Rat der Stadt Köln diesen Verkauf von Kreuzfeld mitgeht?
Dem Konzept kann man auch entnehmen, dass der Umbau von Kreuzfeld nach den Spielen 204x kurzfristig gar nicht möglich ist Stichwort „hocheffizierte(n) Strategie der Umnutzung“. D.h. ab 2050 wäre Kreuzfeld dann komplett in privater Hand ohne sozialen Wohnraum.
Jörg Detjen, Roland Schüler
https://nolympia-colonia.de/
Hier den Artikel weiter lesen…