22. April 2026
Gegen das Neutralitätsgebot verstoßen! 25 Euro Nachtzuschlag ein Hohn!
Viele Kölnerinnen und Kölner hatten sich über die massive Werbung von Stadt, Land NRW und privaten Unternehmen im Wahlkampf um die Olympia-Bewerbung geärgert. Ein Zuhörer vom „Stadtgespräch“ beim wdr 5 hatte das massiv kritisiert. Das hat ein Geschmäckle!
Die Stadt war sogar so dreist und selbstherrlich, dass die übrig gebliebenen Wahlkampf-Gummibärchen an die Wahlhelferinnen und -helfer vor der Wahlauszählung verteilt wurden (siehe Foto). Etliche Wahlhelfer haben die Vertreter des Wahlamtes aufgefordert, das zu unterlassen.
Damit hat die Verwaltung gegen ihren eigenen „Leitfaden Ratsbürgerentscheid Olympia“ verstoßen:
Nachdem Sie sich mit den anderen Mitgliedern des Abstimmungsvorstandes am Tisch eingefunden haben, beginnt der*die Abstimmungsvorsteher*in damit, die Mitglieder des Abstimmungsvorstands auf Ihre Verpflichtung zur unparteiischen Wahrnehmung ihres Amtes und zur Verschwiegenheit, über die ihnen bei ihrer amtlichen Tätigkeit bekannt gewordenen Angelegenheiten mit folgendem Wortlaut hinweisen:
„Ich verpflichte Sie gemäß §7 Absatz 6 der Kommunalwahlordnung von Nordrhein-Westfalen zur unparteiischen Wahrnehmung Ihres Amtes und zur Verschwiegenheit über die Ihnen bei Ihrer amtlichen Tätigkeit bekannt gewordenen Tatsachen, insbesondere über alle dem Abstimmungsgeheimnis unterliegenden Angelegenheiten.“
leitfaden_abstimmungshelfer_innen.pdf
Oberbürgermeister Burmester ist genervt, und verhält sich wie der Elefant im Porzellan-Laden. An die Wahlhelferinnen und Wahlhelfer schreibt er:
„Ich bin mir bewusst, dass das für Ihren Einsatz ursprünglich ausgelobte Erfrischungsgeld diesen besonderen Anforderungen rückblickend nicht gerecht wird. Daher habe ich entschieden, dieses – unabhängig von Ihrer wahrgenommenen Funktion und Ihrem Einsatz – um 25 Euro zu erhöhen und die Auszahlung zeitnah zu veranlassen.“
Für fünf zusätzliche Stunden, keine Pausen und Nachtarbeit 25 Euro? Ein zweites „Erfrischungsgeld“ und 25 % Nachtzuschlag wäre doch das Mindeste.
Das Unvermögen der Stadtverwaltung bringt den Wahlhelferinnen und -helfern totalen Stress statt Nachtruhe:
„Wir waren am Ende körperlich und psychisch erschöpft, schlecht gelaunt und fehleranfällig.“
Ein Desaster und die erste Pleite von Oberbürgermeister Burmester.
https://nolympia-colonia.de/
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