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„Eine objektscharfe Kostendarstellung … ist derzeit nicht möglich“ Antwort auf zwei Anfragen von der Ratsfraktion Die Linke im Kölner Rat

18. March 2026

„Eine objektscharfe Kostendarstellung … ist derzeit nicht möglich“ Antwort auf zwei Anfragen von der Ratsfraktion Die Linke im Kölner Rat

Bis zum 4. Juni müssen alle Städte, die sich für die Olympischen Spiele bewerben, den Fragenkatalog des DOSB beantworten. Im Kapitel 6 der Fragenkataloges geht es auch um die Finanzierungskosten. Die Stadt München hatte bereits Ende letzten Jahres ein Gutachten vorgelegt. Sie gehen von 18 bis 21 Mrd. Euro aus. Kosten für die Durchführung und die Investitionen. NRW-Ministerpräsident Wüst geht von 4,8 Mrd. Euro Durchführungskosten aus, ohne das im Detail transparent darzustellen. Über die Investitionskosten schweigt er.

Der DOSB stellt in seinem Fragenkatalog klar:

Die Plausibilisierung der finanziellen Machbarkeit und Umsetzbarkeit der Konzepte stellt einen wichtigen Baustein für die Gesamtevaluierung der Konzepte dar“.

Im Kapitel 6.5 Leitfragen wird vom DOSB ausgeführt:

Die Fragen sind in der zugehörigen Excel-Tabelle 6.5 Leitfragen Kosten und Finanzierung zu beantworten, welche den Gebietskörperschaften auf der digitalen Plattform (SharePoint) zum Download zur Verfügung steht. Die Spalten zu den jeweiligen Fragen sind mithilfe der Legende innerhalb der Excel-Liste nachvollziehbar.“

Man sieht, die Anforderungen des DOSB sind beträchtlich und auch konkret. Auf die zwei Anfragen der Kölner Ratsfraktion Die Linke zu den Investitionen in Köln antwortet die Stadtverwaltung ausweichend und nichtssagend:

Die laufenden Instandhaltungskosten der städtischen bzw. von Betreibern verantworteten Sportstätten fallen grundsätzlich unabhängig von Olympischen und Paralympischen Spielen an und richten sich nach den jeweiligen Betreiber- und Eigentümermodellen sowie den vorhandenen Instandhaltungsprogrammen und

Eine objektscharfe Kostendarstellung unter heutigem Finanzrahmen ist derzeit nicht möglich, da die genauen Anforderungen der Sportarten im jeweiligen Austragungsjahr in dieser Phase noch nicht vorliegen.“ Ds 750/2026 und in der Drucksache 753/2026

Stadt-weite Maßnahmen, die ausschließlich und spezifisch für Olympische und Paralympische Spiele vorgesehen wären, sieht das Konzept derzeit nicht vor; vielmehr wird auf die reguläre Weiterentwicklung des ÖPNV und des Radverkehrs bis zu einem möglichen Austragungsjahr (z. B. 2044) abgestellt.“ (Ds 753/2026)

Das Ganze ist nicht nur ein Trauerspiel, sondern macht die Intransparenz des Bürgerentscheides deutlich. Das Rechnungsprüfungsamt hatte festgestellt:

Der Rat hat mit dem Beschluss vom 3.4.2025 gefordert, dass vor einer Entscheidung transparent darzustellen ist, welche Chancen und Kosten auf die Stadt zukommen könnten.“ (Anlage zu Vorlage 3303/2025)

Das heißt, dass die Verwaltung den Ratsbeschluss nicht umsetzt und sich verweigert.

https://nolympia-colonia.de/
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